Über die Initiative

Das Individuum, das in der globalisierten Gesellschaft mit den Herausforderungen Klimawandel und wirtschaftliche Transformation konfrontiert ist und sich für Veränderungsprozesse engagieren will, sucht die selbstwirksame Teilhabe im sozialen Nahfeld. Voraussetzungen dafür sind demokratische Prozesse zur Selbstorganisation und kreativen Vorbereitung eines mehrheitsfähigen und gleichzeitig an den Interessen vieler Bürger orientierten offenen Selbstverständnisses.

  • Durch moderne liegenschaftspolitische Rahmenbedingungen wird die soziale, kulturelle und wirtschaftliche Diversität gesichert. Diese stadtplanerische Handlungsbasis fördert die praxiswirksame und langfristig tragfähige Entwicklung von städtischen Mischnutzungen und verhindert Ausgrenzung.
  • Notwendige Lernprozesse der Zivilgesellschaft im 21. Jahrhundert erhalten in der städtischen Planung ihre lebendigen Räume. Der Lebensweltbezug fördert die Sozialisation Jugendlicher und stärkt den wirtschaftlichen Alltag sowie die Identifikation mit der Stadt als gemeinschaftlich genutztem Raum.
  • Den gesellschaftlichen Herausforderungen am Modell von stadtplanerischen und kulturellen Lösungen zu begegnen, schafft einen Zeitvorsprung im globalen Umbau der Lebenswelten. Innovative urbane Kontexte voraus zu denken ermöglicht Erfahrungen. Nichts ist so wie im Lehrbuch des Wirtschaftsmanagements.

Ziel der in der INITIATIVE STADT NEUDENKEN vernetzten Akteure ist es, mit impulsgebenden Konzepten und Forderung den qualifizierten gesellschaftlichen Diskurs über eine neue Stadtentwicklungspolitik in Berlin und darüberhinaus zu stärken.

InitiatorInnen sind:
Andreas Ammann (YOUNG CLIMATE SUMMIT)
Leonie Baumann (Rektorin Kunsthochschule Berlin Weissensee)
Arno Brandlhuber (Architekt, Professor Akademie der Bildenden Künste Nürnberg)
Florian Schmidt (Stadtsoziologe)

Kontakt
Mail: kontakt@stadtneudenken.net
Tel.: 0160 964 12 601

Die Initiative wurde im Rahmen der Konferenz KUNST STADT BERLIN 2020 - Welche Kunstpolitik braucht die Stadt? am 20. Juli 2011 ins Leben gerufen.

Anlass zur Gründung der Initiative war die Ausschreibung des Liegenschaftsfonds der Bauflächen am Blumengroßmarkt in Kreuzberg, entgegen eines laufenden Beteiligungsverfahren des Bezirks.

In einem offenen Brief, veröffentlicht in der TAZ am 26.7.2012 protestierten 70 Representanten der Berliner Kultur- und Architekturszene gegen die Ausschreibung und forderten die Politik auf eine neue Liegenschaftspoltik einzuleiten.